Wie werden Abfallbehandlungszentren zu Plattformen für offene Innovationen?

Abfall-Deponien entwickeln sich in vielen Fällen zu so genannten ökologisch-industriellen Zentren. Diese Bereiche fungieren als Drehscheiben für die zirkuläre Wirtschaft, wie z.B. die Nebenstrom- und Abfallaufbereitung und -verwertung. Die Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor spielt eine wichtige Rolle, da diese Parteien in vielerlei Hinsicht voneinander profitieren. Allerdings stehen die Akteure in diesem Bereich vor vielen Herausforderungen, die eine effektive Nutzung von Materialien und die Entwicklung der damit verbundenen Geschäftsabläufe verhindern oder behindern. Beispielsweise führt die mangelnde Gleichmäßigkeit der Qualität der zurückgewonnenen Materialien häufig zu Problemen, die den Einsatz in industriellen Prozessen erschweren. Es wäre daher unerlässlich, die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten insbesondere in diesem Zusammenhang zu beschleunigen.

Dies war der Ausgangspunkt für unser Projekt, in dem wir die am besten geeigneten Methoden zur Beschleunigung der Forschungs- & Entwicklungs- & Innovations-Aktivitäten in ökologisch-industriellen Zentren identifizieren, testen und entwickeln. Unser Ziel ist es, herauszufinden, wie ökologisch-industrielle Zentren vom Wissensaustausch bei der Schaffung praktischer Lösungen durch Anwendung offener Innovationsmethoden wie Co-Creation und Crowdsourcing profitieren können. Ziel ist es, die Best Practices zu sammeln und ein Konzept für ein ökologisch-industrielles Zentrum als offene Innovationsplattform für die Kreislaufwirtschaft zu definieren.

Unser Ansatz ist es, die Prinzipien der herausforderungsorientierten Innovation in der Praxis anzuwenden (die Methode wird im White Paper der VTT näher beschrieben). Die Idee ist, reale Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu wählen und schnelle Innovationsexperimente durchzuführen, um Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. Eine echte Herausforderung könnte zum Beispiel die Nutzung von Asche aus Müllverbrennungsanlagen als Rohstoff für verschiedene Industrien, wie die Asphaltproduktion, sein. Eine experimentelle Kultur ist unerlässlich, um herausfordernde Innovationen zu nutzen. Es ist wichtig, bereits in einer frühen Phase des Innovationsprozesses mögliche Lösungen in der Praxis zu erproben.

Eine wesentliche Phase dieser Methode besteht darin, die Herausforderungen zu definieren, die geeignet, spezifisch und präzise genug sein sollten, um am effizientesten von offenen Innovationsexperimenten zu profitieren. Zu diesem Zweck werden von den Stakeholdern erste Bedürfnisse oder Herausforderungen gesammelt. Die Auswahl der am besten geeigneten Bedürfnisse für die Weiterentwicklung zu Herausforderungen ist ein eigener Prozess, der verschiedene Schritte erfordert. Erstens sollten Kriterien für die Definition von Herausforderungen ermittelt und angewandt werden. Zweitens müssen die Bedürfnisse nach diesen Kriterien eingestuft werden. Drittens sollte der Bedarf so weiterentwickelt werden, dass eine genaue Herausforderung oder Unterherausforderungen definiert werden können.

Erst nach der Challenge-Definitionsphase können Experimente geplant und durchgeführt werden, deren Ziel es ist, die Entwicklung von Lösungen für zirkuläre Herausforderungen zu fördern. Die Planung von Experimenten erfordert die Formulierung von Hypothesen, die durch die Experimente sorgfältig geprüft werden. Es ist auch wichtig, die Experimente im Nachhinein richtig zu analysieren und das Gelernte zu sammeln. Diese Informationen können für die Planung weiterer Experimente genutzt werden. In der letzten Phase werden Best Practices gesammelt, die die Grundlage für die Konzepterstellung bilden.

Challenge Driven Innovation | taival.com

CircHubs ist ein von der EU finanziertes Sechs-Stadt-Strategie-Projekt, das initiiert wurde, um die Entwicklung der Kreislaufwirtschaft durch die Entwicklung des Betriebs von ökologisch-industriellen Zentren zu fördern. HSY ist verantwortlich für die Entwicklung von Methoden zur Beschleunigung der F&E&I-Aktivitäten, die in Zusammenarbeit mit VTT (SHARE-Projekt) durchgeführt und von Taival unterstützt werden.

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